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Capa, Robert

Geboren: 22.10.1913, Budapest
Gestorben: 25.5.1954, Thai-Binh/Französisch-Indochina

Eigentlich: Endre Ernö Friedmann. Gymnasium in Budapest 1923–1931. Aus politischen Gründen emigrierte Capa 1931 nach Deutschland. Fotolaborant beim Ullstein Verlag, Assistent bei der Agentur Dephot in Berlin 1932/33. Erste Fotos (Leo Trotzki in Kopenhagen) erscheinen im Weltspiegel in Berlin. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 nach Paris, Bekanntschaft mit André Kertesz und Henri Cartier-Bresson. Reportagen über den spanischen Bürgerkrieg 1936/37, die in Life erschienen und Capa bekannt machten. Kriegsberichterstatter in China 1938. Übersiedlung in die USA 1939, für Collier’s und Life tätig, vielbeachtete Reportagen von Kriegsschauplätzen in Europa, unter anderem von der Landung der Alliierten in der Normandie. Ende 1944 Pariser Korrespondent für Life. Mit George Rodger, Henri Cartier-Bresson und David Seymour gründete Capa 1947 die Fotoagentur Magnum. Israelreise 1948. Für Life in Indochina, wo er 1954 durch eine Mine getötet wird. Capa gilt als einer der bedeutendsten Kriegsfotografen. Von ihm stammt eine der bekanntesten Fotografien überhaupt, sie zeigt einen Soldaten im Spanischen Bürgerkrieg 1936 im Moment seines Todes. Die Frage, ob es sich dabei um eine inszenierte Aufnahme handelt, wird seit den siebziger Jahren diskutiert. Um Capas Nachlass zu bewahren, gründete der Bruder Cornell Capa 1966 den International Fund for Concerned Photography. Der Nachlass wird im International Center of Photography in New York aufbewahrt.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Death in the Making» (mit Gerda Taro), Covic, Friede, New York 1938; «The Battle of Waterloo Road», Random House, New York 1941; «Slightly out of Focus», Henry Holt, New York 1947; «A Russian Journal» (Text John Steinbeck), Viking, New York 1948; «This is Israel», Boni and Gaer, New York 1949; «Robert Capa. War Photographs» (Kat.), Museum of Modern Art, New York 1954; Richard Whelan, «Die Wahrheit ist das beste Bild. Robert Capa, Photograph», Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989; «Robert Capa. Children of War, Children of Peace», Bulfinch, Boston 1991; «Robert Capa. Photographs», Aperture, New York 1996; «Heart of Spain. Robert Capa’s Photographs of the Spanish Civil War», Aperture, New York 1999; Alex Kershaw, «Robert Capa, der Fotograf des Krieges», Ullstein, Berlin 2004; «Robert Capa. Retrospektive» (Kat.), Nicolai, Berlin 2005; «Robert Capa. Die Sammlung», Phaidon, Berlin 2005; «Capa in Color», Prestel, München 2014.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Museum of Modern Art, New York 1954 («Robert Capa. War Photographs»); International Center of Photography, New York 2014 («Capa in Color», Wanderausstellung); Fotostiftung Schweiz, Winterthur 2018/19 («Walter Bosshard/Robert Capa – Wettlauf um China»).

FILME
Anne Makepeace, «Robert Capa: In Love and War», 2003; Jan Arnold, «Los héroes nunca mueren», 2004.

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