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Haya Jiménez, María Eugenia (gen. Marucha)

Geboren: 1941
Gestorben: 1991

"Marucha" begann nach der Machtübernahme durch Fidel Castro zu fotografieren. Im Unterschied zu den etwas älteren Fotografen wie Raúl Corrales, Osvaldo Salas oder Alberto Díaz Gutiérrez (Korda) gehört Marucha zu jenen kubanischen Fotografen (Fotografinnen gab es in Kuba lange Zeit so gut wie keine), die den Fokus nicht mehr auf die Revolutionsführer richten und keiner Heroisierung der Arbeiter- und Bauernschaft zudienen, sondern die den Alltag der kleinen Leute und die politischen und sozialen Umwälzungen ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Maruchas besondere Liebe galt dem Karneval in Havanna und den Tanzlokalen. Sie begann als unabhängige Fotografin, studierte dann an der Universität in Havanna und wurde Fotohistorikerin. In dieser Funktion bereiste sie Kuba auf der Suche nach Fotomaterial, das als Grundlage für diverse Ausstellungen diente. Marucha spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung der seit 1986 bestehenden Fototeca de Cuba.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Sobre la fotografía cubana», in: Revolución y Cultura, Nr. 93, 1980; «Premisas para la investigación de la fotografía latinoamericana», in: La Revista del Sur, Nr. 10, 1986.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Cuban Photography, 1959-1982» (Kat.), Center for Cuban Studies, New York 1983 (?); «Shifting Tides: Cuban Photography after the Revolution» (Kat.), Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles 2001.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Westbeth Gallery, New York 1983 (?) («Cuban Photography, 1959-1982»); Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles 2001 («Shifting Tides: Cuban Photography after the Revolution», internationale Wanderausstellung).

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