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Hubmann, Hanns

Geboren: 21.6.1910, Freden D
Gestorben: 8.5.1996, Ulm D

Ausbildung zum Papieringenieur in Darmstadt. 1930 gelang es dem Studenten, dem Frankfurter Illustrierten Blatt eine Bildreportage zu verkaufen. Auf Anraten des Chefredaktors ergriff Hubmann den damals neuen Beruf des Bildjournalisten. 1931 begann er eine Ausbildung zum Fotografen an der Bayerischen Lehranstalt für Lichtbildwesen in München, neben der Schule fotografierte er für die Tagespresse. Diese Nebenbeschäftigung führte dazu, dass Hubmann vom Direktor der Lehranstalt wegen "Kleinbildwahns" von der Schule verwiesen wurde. In der Folge arbeitete Hubmann für die Münchner Illustrierte und machte Aufnahmen für die Kurverwaltung von St. Moritz. Ab 1935 war Hubmann für die Berliner Illustrirte Zeitung tötig. Im Krieg wurde er als Bildberichterstatter für Propagandakompanien eingesetzt; Hubmanns Fotos erscheinen auch in der NS-Propagandaillustrierten Signal. Nach Kriegsende wurde Hubmann Cheffotograf der europäischen Ausgabe der amerikanischen Soldatenzeitschrift Stars & Stripes. 1948 war er Mitbegründer der Illustrierten Quick und blieb bis zu seiner Pensionierung 1980 deren Chefreporter. Auf seiner letzten Reise begleitete er den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl nach China. Der Nachlass befindet sich im Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin.

EINZELPUBLIKATIONEN
«New York. Weltstadt des Westens», Blüchert, Hamburg 1959; «Moskau. Weltstadt des Ostens», Blüchert, Hamburg 1959; «Die letzten Cowboys», Ensslin & Laiblin, Reutlingen 1961; «Gesehen und geschossen», Herbig, München 1969; «Kinder, Helga für Eltern», Komar, Rosenheim 1970; «Bergfoto heute», Bruckmann, München 1971; «Garten der Träume. 23 naive Maler», Bruckmann, München 1973; «Die stachlige Muse: 30 Karikaturisten» (Hg.), Bruckmann, München 1974; «Augenzeuge: 1933–1945», Herbig, München 1980; «Die Adenauer-Zeit 1949–1967», Mahnert-Lueg, München 1983; «Die Hitler-Zeit 1933–1945», Mahnert-Lueg, München 1984; «So fing es an: Erinnerungen und Bilder aus den Jahren 1945-49», Westermann, Braunschweig 1988; «Die Anfänge der BRD», Herbig, München 2009.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Report der Reporter : Wie sie zu ihren Fotoerfolgen kommen», Heering, Seebruck am Chiemsee 1964; «Das deutsche Auge: 33 Photographen und ihre Reportagen. 33 Blicke auf unser Jahrhundert» (Kat.), Schirmer/Mosel, München 1996; Rolf Sachsse, «Die Erziehung zum Wegsehen. Fotografie im NS-Staat», Philo Fine Arts, Dresden 2003.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Deichtorhallen, Hamburg 1996 («Das deutsche Auge: 33 Photographen und ihre Reportagen. 33 Blicke auf unser Jahrhundert»).

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