Gotthard Schuh, Giraffenpaar, um 1958.
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Steichen, Edward

Geboren: 27.3. 1879, Bivange LUX
Gestorben: 25.3.1973, West Redding USA


Bilddatenbank

Steichens Familie wanderte 1881 in den USA aus. Mit 16 Jahren machte Steichen seine ersten Fotografien, Alfred Stieglitz ermutigte ihn und druckte Steichens Fotos in der Zeitschrift Camera Work. Steichen wurde zu einem wichtigen Vertreter des sogenannten Pictorialismus, einer Stilrichtung, die die Fotografie als vollwertiges künstlerisches Ausdrucksmittel etablieren wollte und dabei weniger den realen Moment, als die symbolisch aufgeladene Darstellung anstrebte und sich bildnerisch an der Malerei orientierte. Stieglitz und Steichen eröffneten zwei Fotogalerien in New York. Im Ersten Weltkrieg wandte sich Steichen der Kriegsfotografie zu. Später arbeitete er für die Modezeitschriften Vanity Fair und Vogue und fotografierte die Prominenz. Im Zweiten Weltkrieg leitete Steichen die Naval Aviation Photographic Unit der US-Marine. Von 1947 bis 1962 stand er der Fotoabrteilung des Museum of Modern Art in New York vor. In dieser Funktion stellte er 1951 mit der Ausstellung «The Family of Man», die Fotografien aus der ganzen Welt zeigte, eine äusserst erfolgreiche Fotoausstellung zusammen, die auf allen vier Kontinenten gezeigt wurde und Millionen von Besuchern anzog; seit 1994 ist sie im Schloss Clervaux in Luxemburg als Dauerausstellung zu sehen. Der humanistische Impetus dieser Ausstellung ist als Reaktion auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs zu verstehen, als einen Appell an die Menschlichkeit und ein Aufruf für die Schaffung einer besseren Welt.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Ein Leben für die Fotografie» (Autobiografie), Econ, Düsseldorf 1965; «Das erste Bilderbuch: alltägliche Dinge für Kleinkinder», Scala, Zürich 1991; Joel Smith, «Edward Steichen: The Early Years», Princeton University Press, Princeton 1999; «The Family of Man 1955–2001: Humanismus und Postmoderne. Eine Revision von Edward Steichens Fotoausstellung», Jonas, Marburg 2004; «Edward Steichen. Ein Leben für die Fotografie» (Kat.), Hatje Cantz, Ostfildern 2007; «Bloom!: Experiments in Color Photography by Edward Steichen», Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxemburg 2007; Mark D. Farm, «Faces of War: The Untold Story of Edward Steichen's WWII Photographers», Berkeley Caliber, New York 2009; «Edward Steichen, Celebrity Design» (Kat.), Steidl, Göttingen 2010; «Edward Steichen. Portraits d'artistes – Die Künstlerporträts».

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Pioniere der Photographie, Edward Steichen, Charles Nègre» (Begleitheft), Kunstgewerbemuseum, Zürich 1963; «Heinrich Kühn and his American Circle: Alfred Stieglitz and Edward Steichen» (Kat.), Prestel, München 2012.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Kunsthaus, Zürich 1980, 2008 («Edward Steichen: In High Fasion, 1923-1937»); Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxemburg 2007 («Bloom!: Experiments in Color Photography by Edward Steichen»); Musée de l'Elysée, Lausanne 2008 («Edward Steichen. Une vie pour la photographie», Retrospektive); Museum Folkwang, Essen 2011 («Edward Steichen, Celebrity Design»); Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg 2014 («Edward Steichen. Portraits d'artistes – Die Künstlerporträts»).

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Kunstgewerbemuseum, Zürich 1964 («Pioniere der Photographie, Edward Steichen, Charles Nègre»); «Steichen: Meisterphotographien aus der symbolistischen Periode», Wasmuth, Tübingen 1978; «Edward Steichen», Rogner und Bernhard, München 1978; Metropolitan Museum of Art, New York 2010 («Stieglitz, Steichen, Strand»); Bucerius Kunstforum, Hamburg 2012 («New York Photography. Von Stieglitz bis Man Ray»); Neue Galerie, New York 2012 («Heinrich Kühn and his American Circle: Alfred Stieglitz and Edward Steichen»).

FILME
«The Fighting Lady», 1945 (Kriegsdokumentarfilm).

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