Martin Glaus, „Ausfahrt“, 1950.
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Lazi, Adolf

Geboren: 22.12.1884, München
Gestorben: 9.1.1955, Stuttgart

Lehre beim Architekten und Bildhauer Karl Heinrich Seboldt in München. Lazi fotografierte seit 1898 und machte die Fotografie 1906 mit der Eröffnung eines Studios für technische Aufnahmen und Porträts in München zu seinem Hauptberuf. 1908 Anstellung im Studio Nadar Fils in Paris, wo er Gummidrucke im piktorialistischen Stil herstellte. 1918 eigenes Fotostudio in Freudenstadt im Schwarzwald. Umzug nach Neapel 1922. Umzug nach Stuttgart 1928, fotografische Industrieaufträge (Architektur- und Sachaufnahmen). Eröffnung eines von Lazi selbst entworfenen Atelierhauses 1932/33. Während der Nazizeit war Lazi als „staatsfeindlich“ gebrandmarkt, öffentliche Aufträge waren ihm verwehrt. Nach 1946 Gründung fotografischer Vereinigungen sowie Engagement bei der Berufsausbildung in der Absicht, stilistische und technische Qualitätsstandards zu verankern. Gründung der Internationalen Schule für Höhere Fotografie in Stuttgart, die bis heute unter dem Namen Lazi-Akademie – The European School of Film and Design besteht. Lazi ist neben Alfred Renger-Patzsch und Hans Finsler ein Hauptvertreter der neusachlichen Fotografie der Zwanziger- und Dreissigerjahre. Berühmt sind seine 1936 entstandenen Aufnahmen der Innenräume des Zeppelins „Hindenburg“.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Die bildnerische Grossaufnahme», Eigenverlag, Stuttgart 1955.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Subjektive Fotografie 2. Ein Bildband moderner Fotografie» (Hg. Otto Steinert), Auer, Bonn 1955.

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