Albert Steiner, „St. Moritz-Bad Nr. 1“, 1930er Jahre.
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Halsman, Philippe

Geboren: 2.5.1906, Riga LET
Gestorben: 25.6.1979, New York

Abitur in Riga, danach Studium der Elektrotechnik in Dresden. Nebenbei freiberufliche Arbeit als Fotograf für den Ullstein-Verlag. 1931 Emigration nach Paris, Eröffnung eines Fotostudios. Seine Porträts waren vom neuen Sehen beeinflusst, insbesondere Helmar Lerski hat Halsman inspiriert. 1940 Übersiedlung in die USA. Erfolgreiche Tätigkeit als Presse- und Modefotograf. Später feste Anstellung als Fotoreporter für die Wochenzeitschrift Life. Halsmans Meisterschaft auf konstant hohem Niveau zeigt sich auch daran, dass seine Fotos 103 mal für das Titelbild der Zeitschrift Life Verwendung fanden. Mit seinen „jump pictures“ porträtierte Halsman Politiker und Persönlichkeiten „in der Luft“; sie hüpften im Moment der Aufnahme vom Boden. 1945 Ernennung zum Präsidenten der American Society of Magazine Photographers. 1960 längerer Aufenthalt in Russland, wo er für Life Porträts der sowjetischen Elite realisierte. 1963 Ernennung zum Mitglied der Famous Photographers School. Lebenslange Freundschaft mit Salvador Dalí, den er im Verlauf von vierzig Jahren immer wieder porträtiert hat. Besonders bekannt ist Halsmans Porträt von Albert Einstein aus dem Jahre 1947 sowie jenes von Salvador Dalí von 1948 (“Dalí Atomicus“). Halsmans Leben ist Thema des biografischen Spielfilms „Jump!“ (2008) von Joshua Sinclair.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Briefe aus der Haft an eine Freundin», Engelhorn, Stuttgart 1930; «Dalis Schnurrbart», Bärmeier und Nikel, Frankfurt am Main 1962; «The Frenchman. A Photographic Interview with Fernandel», Simon and Schuster, New York 1949; «Dali's Mustache», Simon & Schuster, New York 1954; «Philippe Halsman’s Jump Book», Simon and Schuster, New York 1959; «Halsman on the Creation of Photographic Ideas», Ziff-Davis, New York 1961; «Dalí's Schnurrbart, Antennen zum Diesseits; ein fotographisches Interview mit Salvador Dali», Bärmeier und Nikel, Frankfurt am Main 1962; «Philippe Halsman: Sight and Insight», Doubleday, New York 1972; «Halsman», International Center of Phjotography ICP, New York 1979; «Dalis Schnurrbart. Ein fotografisches Interview von Salvador Dalí und Philippe Halsman», Benteli, Bern 1988; «Halsman at Work» Abrams, New York 1989; «Philippe Halsman. Eine Retrospektive. Fotografien aus der Halsman Family Collection» (Kat.), Stemmle, Zürich 1998; Martin Pollack, «Anklage Vatermord. Der Fall Philipp Halsman», Paul Zsolnay, Wien 2002; «The Frenchman», Taschen, Köln 2005; «Unknown Halsman», Distributed Art Publishers, New York 2008; «Astonish me!» (Kat.), Prestel, München 2014; Anna Feldhaus, «Salvador Dalí & Philippe Halsman: Das gemeinsame Werk», Kehrer, Heidelberg 2015; «Dali's Moustaches: An Act of Homage», Prestel, München 2016; «Jump! Grosse Sprünge im Portrait», Midas, Zürich 2017.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Erste Ausstellungen in der Galerie de la Pléiade, Paris 1936 und 1937; National Portait Gallery, Washington 1998/99 (Retrospektive); Musée de l'Elysée, Lausanne 2014 («Etonnez-moi!/Astonish me!», Wanderausstellung).

FILME
«Chaos and Creation» (mit Salvador Dali), 1965; Joshua Sinclair, «Jump!», 2008.

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