Martin Glaus, „Tour de Suisse“, 1959.
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Erfurth, Hugo

Geboren: 14.10.1874, Halle D
Gestorben: 14.2.1948, Gaienhofen D

Studium der Malerei an der Dresdner Kunstakademie. Beginn einer Fotografenlehre in Dresden 1895. Ein Jahr später eröffnete Erfurth bereits ein eigenes Atelier. Wie viele Fotografen der Epoche pflegte Erfurth einen piktorialistischen, d.h. malerisch-impressionistischen Stil. In den zwanziger Jahren wurde er vor allem durch seine Porträtfotografien von Malern und Schriftstellern bekannt, für die er einen psychologisierenden Ansatz wählte und so den Charakter des Porträtierten bildlich einzufangen versuchte. Weitherum bekannt sind Erfurths Porträts von Käthe Kollwitz, Otto Dix, Gerhard Hauptmann oder Oskar Kokoschka. Am künstlerischen Tanz interessiert, porträtierte Erfurth unter anderen Mary Wigman oder Grete Wiesenthal. Erfurth ist einer der Gründer der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, der ältesten Organisation von Fotografen in Deutschland. Der internationale Hugo-Erfurth-Preis für Fotografie wurde von der Stadt Leverkusen gestiftet und wird von der dort ansässigen Firma Agfa gesponsert.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Ausstellung Hugo Erfurth, Dresden: 1896-1926», Selbstverlag, Dresden 1926; «Bildnisse aus dem XX. Jahrhundert», Selbstverlag, Gaienhofen am Bodensee 1947; «Sechsunddreissig Künstlerbildnisse», Folkwangschule für Gestaltung, Essen 1960; Hugo Erfurth, «Bildnisse», S. Mohn, Gütersloh 1961; «Hugo Erfurth, 1874-1948: Deutscher Fotograf der Goldenen Zwanziger Jahre», Heering, Seebruck am Chiemsee 1977; Bodo von Dewitz (Hg.), «Hugo Erfurth, 1874-1948. Photograph zwischen Tradition und Moderne», Wienand Verlag, Köln 1992.

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