Yvan Dalain, Salatwettbewerb, Biel um 1955.
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Citroen, Paul

Geboren: 15.12.1896, Berlin
Gestorben: 13.3.1983, Wassenaar NL

Nach einer abgebrochenen Buchhändlerlehre und einem angefangenen Kunststudium in Berlin zog Citroen 1917 in die Niederlande, wo er mit einer Dada-Gruppe Kontakt hatte und erste "Klebebilder" (Fotomontagen) anfertigte. Studium am Weimarer Bauhaus 1922-1924, wo er Marianne Breslauer kennenlernte, dank deren Einfluss Citroen sich vermehrt mit der Fotografie beschäftigte. 1927 liess er sich endgültig in Amsterdam nieder und bestritt anfänglich mit Porträtaufnahmen den Lebensunterhalt für seine Familie. Lehraufträge bis 1940. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten tauchte Citroen seiner jüdischen Herkunft wegen unter. Ab 1945 bis 1960 lehrte er an der Kunstakademie in Den Haag und porträtierte fotografisch und zeichnerisch Persönlichkeiten des internationalen Kulturlebens. Citroens Negativarchiv ist seit 1986 im Besitz der Universitätsbibliothek Leiden.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Retrospektive Fotografie: Paul Citroen», Edition Marzona, Bielefeld 1978.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Fotografie am Bauhaus», Dirk Nischen, Berlin 1990

EINZELAUSSTELLUNGEN
Erste Einzelausstellung in Amsterdam 1932; Gemeentemuseum, Den Haag 1956 (Retrospektive des zeichnerischen und malerischen Werks); Rheinisches Landesmuseum, Bonn 1971.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Schloss Morsbroich, Leverkusen 1973 («Medium Fotografie. Fotoarbeiten Bildender Künstler 1910–1973»); Staatliche Museen, Berlin 1974 («Realismus und Sachlichkeit. Aspekte deutscher Kunst 1919–1933»).

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