Hans Baumgartner, Schornsteinfeger, Frauenfeld 1935.
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Gloeden, Baron Wilhelm von

Geboren: 18.9.1856, Volkshagen D
Gestorben: 16.2.1931, Taormina I

Nach dem Studium von Kunstgeschichte und Malerei zog von Gloeden wegen eines Lungenleidens nach Sizilien und liess sich in Taormina nieder. Erste fotografische Knabenakte entstanden um 1880, es folgten Porträtstudien der lokalen Bevölkerung sowie Landschaftsaufnahmen. Nach dem Verlust eines beträchtlichen Teil des Familienvermögens wurde aus der als Liebhaberei betriebenen Fotografie ein Beruf. Von Gloeden war zu diesem Zeitpunkt bereits lokal berühmt, die Erwähnung im Baedeker führte zu Bekanntschaften mit Berühmtheiten und einflussreichen Leuten, was wiederum die Teilnahme an Ausstellungen in London in Berlin zur Folge hatte. Um 1900 begann von Gloeden mit dem Verkauf von Postkarten, was seine Bekanntheit verstärkte. Während des Ersten Weltkriegs musste von Gloeden Italien verlassen. Nach der Rückkehr 1918 fotografierte er nur noch selten. Von Gloeden gilt als Pionier der künstlerischen Aktfotografie. Er hinterliess rund 3000 Fotografien, von denen ein grosser Teil zur Zeit der Faschismus wegen des Vorwurfs der Pornografie vernichtet wurde.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Wilhelm Von Gloeden», Taschen, Köln 1993; «Vincenzo Galdi, Wilhelm von Gloeden, Wilhelm von Plüschow: Aktaufnahmen aus der Sammlung Uwe Scheid», Rimbaud, Aachen 1993; «Le fotografie di von Gloeden», TEA, Mailand 1996; «Taormina», Schirmer/Mosel, München 1998; «Wilhelm von Gloeden Fotografie, nudi, paesaggi, scene di genere», Alinari, Florenz 2008; «Wilhelm von Gloeden: travestimenti, ritratti, tableaux vivants», Postmedia Books, Mailand 2013.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Et in Arcadia Ego : Photographien der Jahrhundertwende», Edition Oehrli, Zürich 2000; «Wilhelm von Gloeden – Auch ich in Arkadien. Die Sammlung Heinz Peter Barandun, Zürich, Baron Wilhelm von Gloeden, Guglielmo Plüschow, Gaetano d'Agata, Giovanni Crupi, Vincenzo Galdi», Böhlau, Köln 2007.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Kunsthalle, Basel 1979 («Baron Wilhelm von Gloeden (1856–1931»); MEWO Kunsthalle, Memmingen 2008 («Wilhelm von Gloeden – Auch ich war in Arkadien»).

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