Hans Baumgartner, Wartende Familie am Hauptbahnhof Zürich, 1936.
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Taeschler, Joseph Ludwig

Geboren: 25.7.1846
Gestorben: 6.2.1924

Aktiv im väterlichen Atelier ab 1862. Er entwickelte eine neuartige Negativ-Retuschiertechnik, bei der ein Hintergrund für ein Porträt direkt auf die Rückseite der Glasplatte gemalt oder gezeichnet wurde. Dieses Verfahren, eine Pionierleistung, machte Taeschler nach 1872 über die Schweiz hinaus bekannt und wurde bei internationalen Ausstellungen mehrmals prämiert. Nachahmer fand dieses Verfahren kaum, es war vermutlich zu aufwändig und somit wenig rentabel. 1919 musste Taeschler das Atelier nach 57 Jahren beruflicher Tätigkeit wegen der schlechten Auftragslage aufgeben. Vgl. auch den Eintrag "Gebrüder Taeschler".

SAMMELPUBLIKATIONEN
S. Tann (Hg.), «Frühe Photographie, 1840-1914. Das optische Gedächtnis der Bodensee-Landschaft», Robert Gessler, Friedrichshafen 1985; U. Tillmanns, «Das Photographenatelier Taeschler in St. Fiden», in: «Stickerei-Zeit. Kultur und Kunst in St. Gallen 1870-1930» (Kat.), Verlagsgemeinschaft, St. Gallen 1989; Sylvia Bärtschi-Baumann, «Chronisten des Aufbruchs. Zur Bildkultur der St. Galler und Appenzeller Fotografen 1839-1950», Offizin, Zürich 1996; Martin Gasser, «Johann Baptist Taeschler (1805-1866) und Gebrüder Taeschler», in: «Jahresbericht Gottfried Keller-Stiftung 2001 bis 2004, GKS, Winterthur 2005.

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