Monique Jacot, Yvette Gyger, Boncourt 1988.
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Heer-Tschudi, Samuel

Geboren: 22.9.1811, Matt GL
Gestorben: 27.4.1889, Lausanne

Pastorensohn, Lampenschmied und Spengler. Nach 1840 Zusammenarbeit mit dem Maler, Graveur und Erfinder Friedrich von Martens und dem Physiker, Mathematiker und Astronomieprofessor Marc Secretan aus Paris; Verbesserung von Optik, Aufnahmetechnik, Apparaten. 1841/42 Beschäftigung im Atelier Photographique du Grand-Pont in Lausanne. Erste Reise nach Paris 1846, wo er sich für die Daguerreotypie begeistert. Erster in Lausanne sesshafter Daguerreotypist; Eröffnung eines Ateliers 1848, wo er bis Ende der 1850er Jahre praktizierte. Erlernte 1852 mit von Martens die Kollodiumtechnik, die er an seinen Neffen Oswald Welti weitergab, der in seinem Atelier arbeitete und dieses 1860 übernahm. Erhalten sind Studio- und Freiluftaufnahmen, Ansichten aus Lausanne, Bern, Zürich, den Voralpen sowie Tierbilder und Abbildungen von Kunstwerken. Seine manchmal zart kolorierten Porträts haben oft einen gemalten Hintergrund, der Schloss Chillon, den Genfersee und Alpenszenerien zeigen. Silbermedaille Exposition vaudoise 1839, Silbermedaille Landesausstellung 1848.

SAMMELPUBLIKATIONEN
Elisabeth Breguet, «100 ans de photographie chez les Vaudois, 1839-1939», Payot, Lausanne 1981; René Perret, «Frappante Ähnlichkeit. Pioniere der Schweizer Photographie», BEA, Brugg 1991; «L‘ère du chamboulement. Lausanne et les pionniers de la photographie, 1845-1900», Musée Historique, Lausanne 1995; «Musée Historique de Lausanne. Département des collections photographiques. Catalogue», Musée Historique, Lausanne 2007.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
«Exposition vaudoise», Lausanne 1839; «Landesausstellung», Bern 1848; Fotostiftung Schweiz, Winterthur 2006/07 («Lichtspuren. Daguerreotypien aus Schweizer Sammlungen 1840 bis 1860»).

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