Anonym, Schulklasse, Schongau 1896
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Gwinner, Johann Jakob

Geboren: 5.2.1797, Burgdorf
Gestorben: 16.4.1875, Bern

Ausbildung zum Maler bei den Kleinmeistern Christoph Rheiner und Gabriel Lory Vater, bei dem er als Kolorist wirkte. Verkauf von eigenfabrizierten Farben. Daguerreotypist in Bern 1849 bis ca. 1860, kolorierte Porträts in feinen Farbnuancen. Gwinner bleibt der Daguerreotypie treu, als längst neue fotografische Techniken verwendet werden. Als Anfang 1860er Jahre der Erfolg der fotografischen Visitenkarte zum endgültigen Niedergang der Daguerreotypie führt, die besonders für Porträts beliebt war, kehrte Gwinner zu seinem erlernten Beruf als Maler und Farbenhersteller zurück. Daguerreotypien von Gwinner befinden sich in der Burgerbibliothek Bern sowie in Berner Privatbesitz.

SAMMELPUBLIKATIONEN
Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde (Dezember 1920), Bern; Erich Stenger, «Die beginnende Photographie im Spiegel von Tageszeitungen und Tagebüchern», Konrad Triltsch, Würzburg 1940; «Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute», Niggli, Teufen 1974; «Damals in der Schweiz. Kultur, Geschichte, Volksleben der Schweiz im Spiegel der frühen Photographie», Huber, Frauenfeld 1980; Urs Tillmanns, «Geschichte der Photographie», Huber, Frauenfeld 1981; «Mit erweitertem Auge» Benteli, Bern 1986; René Perret, «Frappante Ähnlichkeit. Pioniere der Schweizer Photographie», BEA, Brugg 1991.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Schweizerische Stiftung für die Photographie, Zürich 1974 («Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute», Wanderausstellung); Kunstmuseum, Bern 1986 («Mit erweitertem Auge. Berner Künstler und die Fotografie»); Fotostiftung Schweiz, Winterthur 2006/07 («Lichtspuren. Daguerreotypien aus Schweizer Sammlungen 1840 bis 1860»).

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