Hans Baumgartner, Pfingstrennen, Frauenfeld 1935.
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Bruder Frères

Die aus Neuenburg stammenden Gebrüder Frères waren in den Jahren nach 1850 ausserordentlich aktiv. Man findet ihre Spuren in kurzen Zeitabständen an verschiedenen Orten im Kanton Bern. In den sechziger Jahren kehrten sie in ihren Heimatkanton zurück, wo sie in La Neuveville, Neuenburg und in La Chaux-de-Fonds fotografische Spuren hinterliessen. Für die Kolorierung ihrer handwerklich und gestalterisch bemerkenswerten Fotografien arbeiteten sie mit William Moritz zusammen. Die von diesem Maler und Stecher aus Neuenburg veredelten Daguerreotypien, Papierabzüge, Ambrotypien und Pannotypien würden, wie es in den Inseraten der Gebrüder Bruder heisst, den schönsten Aquarell- und Miniaturbildern auf Elfenbein gleichkommen. Die farbig oder als Grisaillen veredelten Blätter sind von hervorragender Qualität und oft nur schwer von aquarellierten Darstellungen zu unterscheiden.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Damals in der Schweiz. Kultur, Geschichte, Volksleben der Schweiz im Spiegel der frühen Photographie», Huber, Frauenfeld 1980; René Perret, «Frappante Ähnlichkeit. Pioniere der Schweizer Photographie», BEA, Brugg 1991; «Im Licht der Dunkelkammer. Die Schweiz in Photographien des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Herzog», Christoph Merian Verlag, Basel 1994; Markus Schürpf, «Fotografie im Emmental. Idyll und Realität» (Kat.), Kunstmuseum, Bern 2000; Markus Schürpf, «Frühe Fotografie in Burgdorf 1839-1875», Haldemann, Burgdorf 2001; «100 ans de photographie», Revue culturelle du Jura bernois et Bienne, Nr. 80, 2008.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Landesmuseum, Zürich 1994 («Im Licht der Dunkelkammer. Die Schweiz in Photographien des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Herzog»); Kunstmuseum, Bern 2000 («Fotografie im Emmental. Idyll und Wirklichkeit»); Rathaus, Burgdorf 2001 («Frühe Fotografie in Burgdorf, 1839-1875»); Musée d’Histoire, Le Neuveville 2008 («Cent ans de photographie»).

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