Hans Staub, Sportbegeisterte, 1930.
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Acklin, Emil

Geboren: 27.10.1889, Ennetbaden AG
Gestorben: 2.5.1976, Zürich

Studium der Romanistik in Bern, Paris, Florenz, Rom. Bezirksschullehrer im Kanton Aargau. Sprach- und Musiklehrer. Sozialdemokrat, Kommunist, Oberleutnant. Nach den Novemberunruhen 1917 wird Acklin von einem Militärgericht wegen versuchter Meuterei zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Als Fotograf Autodidakt. Mit Willi Münzenberg und anderen gründete Acklin 1929 den Zürcher Arbeiterfotobund (AFB). Die Mitglieder des AFB betrachteten die «Photographie als Waffe im Dienst des Klassenkampfes» im Sinne eines 1926 erfolgten Aufrufs von Münzenberg, Gründer und Verleger der Berliner Arbeiter-Illustrierten-Zeitung. Der AFB war eine kulturelle Selbsthilfeorganisation, er verstand sich als «technische Hilfstruppe des Proletariats». Seine Mitglieder – 30 nicht übersteigend – waren fast alle Arbeiter. Acklin fotografierte insbesondere Ereignisse im Umfeld der Aktivitäten der KP. Publikationen in Der Kämpfer, AIZ, Zürcher Illustrierte, Arbeiter-Fotograf. Bis ungefähr 1950 war Acklin mit dem Fotoapparat im Zürcher Quartier Aussersihl unterwegs, wo er das öffentliche Leben dokumentierte. Acklins Fotos sind eine wertvolle Quelle der Zeit- und Sozialgeschichte. Der Nachlass befindet sich im Stadtarchiv Zürich.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Heraus aus Dreck, Lärm und Gestank. Bilder einer Arbeiter-Fotoausstellung» (Kat.), TAMedia, Zürich 1987; «Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute», Benteli, Bern 1992; «Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute», Benteli, Bern 1992.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Stadtarchiv, Zürich 2018 («Emil Acklin – Fotografie als Klassenkampf»).

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
«Heraus aus Dreck, Lärm und Gestank», Wanderausstellung 1987/88.

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