Anonym, Porträt von 3 Kindern, Ferrotypie, 1860er-1870er Jahre
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Sommer, Gustav

Geboren: 1882, Braila, Rumänien
Gestorben: 1956

Aufgewachsen in einer gut situierten Familie in Bukarest, wo Sommer auch die Matura absolvierte. Kuraufenthalt in Arosa. Nach der Rückkehr Ausbildung zum Kaufmann. Nach einem weiteren Kuraufenthalt liess sich Sommer in Samedan nieder, wo er sich beim deutschen Fotografen Ratke das fotografische Handwerk aneignete. Als Ratke 1914 beim Ausbruch des Kriegs als Soldat nach Deutschland ging, führte Sommer dessen Geschäft weiter. Ratke fiel im Kreig, und Sommer wurde Besitzer eines Fotogeschäfts, das er bis zu seinem Tod führte. Sein Sohn Edgar führte es unter dem Namen "Sommers Erben" bis in die sechziger Jahre weiter. Sommers Leidenschaft war die Landschaftsfotografie, Talschaften, Dörfer, Berge. Er machte sich auch mit Bildreportagen einen Namen und gründete, wie viele Fotografen an touristisch ausgerichteten Orten, einen Postkartenverlag. Mit Walter Mittelholzer unternahm Sommer Gebirgsflüge, die fotografische Ausbeute nutzte er für Postkartenserien für die Swissair. Sommer drehte auch einige Filme, die er in den Hotels im Engadin vorführte. Ein Teil des Nachlasses liegt beim Oberengadiner Kulturarchiv in Samedan.

SAMMELPUBLIKATIONEN
Heinrich Brockmann-Jerosch, «Schweizer Volksleben», Band 1, Rentsch, Erlenbach 1929; Paul Hugger (Hg.), «Bündner Fotografen» (Kat.), Offizin, Zürich 1992.

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Bündner Kunstmuseum, Chur 1992 («Bündner Landschaftsfotografen»); Artef Galerie für Kunstfotografie, Zürich 2012 («Meisterwerke der Bündner Fotografie»).

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