Roger Humbert, ohne Titel (Luminogramm), 1955.
Zurück zur Listenansicht

Rejlander, Oscar Gustav

Geboren: 1813, Schweden
Gestorben: 18.1.1875, London

Während seines Kunststudiums in Rom kam Rejlander mit der Fotografie in Kontakt. Als er nach England umzog, gab er die Malerei auf und wurde Fotograf, inspiriert möglicherweise von einem Assistenten von William Henry Fox Talbot. Ab 1846 war er als Porträtfotograf in Wolverhampton ansässig. Es entstanden Serien mit erotischen Aufnahmen, für die Zirkusmädchen, Strassenkinder und Kinderprosituierte Modell standen. Rejlander stand in Kontakt mit dem Mathematiker und Schriftsteller Lewis Carroll, der selber fotografierte und von dem Rejlander ein bekanntes Porträts anfertigte. Rejlanders wohl bekannteste Aufnahme, ein allegorisches Tableau mit dem Titel "The Two Ways of Life", ist eine Fotomontage, bestehend aus 32 Einzelbildern. Die Mitgliedschaft in der Royal Photographic Society öffnete Rejlander den Zugang zur besseren Gesellschaft, 1862 liess er sich 1862 in London nieder. Er widmete sich weiterhin technischen Fragen und neuen Verfahren, er publizierte und hielt Vorträge und wurde zu einem führenden Experten in fotografischer Technik. In einer Bildserie mit Strassenkindern zeigt sich eine markant sozialkritische Haltung. 1872 illustrierte Rejlander Charles Darwins Buch «The Expression of the Emotions in Man and Animals».

EINZELPUBLIKATIONEN
E. Y. Jones (Hg.), «Father of Art Photography: O. G. Rejlander 1813-7», David & Charles, Newton Abbot 1973; «Oscar Gustave Rejlander. 1813(?)–1875» (Kat.), Moderna Museet, Stockholm 1998.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Victorian Children», Academy, London 1972.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Moderna Museet, Stockholm 1998 («Oscar Gustave Rejlander. 1813(?)–1875»).

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Exposition Universelle, Paris 1855; Musée de l'Elysée, Lausanne 1987 («La collection Graham Nash»), 1988 («La collection Robert Lebeck»).

Zurück zur Listenansicht