Hans Staub, Schweizer Frauenturntage, Aarau 1932.

Rudolf Lichtsteiner, Tischgeschichten alla prima, 1983

© Rudolf Lichtsteiner / Fotostiftung Schweiz

Rudolf Lichtsteiner –
Zum Stand der Dinge

24. Oktober 2015 bis
14. Februar 2016

Rudolf Lichtsteiner, 1938 in Winterthur geboren, erregte 1966 erstmals Aufsehen in der Fotowelt, als ihm der renommierte Prix Nicéphore Niépce zugesprochen wurde. Lichtsteiner gehörte damals zu einer europäischen Avantgarde, die das Medium von seiner abbildenden Funktion befreite und über sein komplexes Verhältnis zur Wirklichkeit nachdachte. «Die Fotografie ist so schwierig, weil sie so einfach ist», lautet einer von Lichtsteiners Merksätzen, der ihn auch als Philosoph ausweist. Rudolf Lichtsteiner misstraut den sichtbaren Tatsachen und stellt unsere Sehgewohnheiten in Frage, indem er mit präzisen, vielschichtigen Konzepten ganz neue Bilderfahrungen erzeugt. Alltägliche Objekte und Situationen – ein Tisch, ein Baum oder sein eigenes Zimmer – liefern ihm ein ideales Bezugsfeld, um von aussen nach innen zu schauen und Sinnbilder zu finden, die eine stille, eindringliche und zuweilen traumnahe Poesie entfalten. Die Ausstellung der Fotostiftung Schweiz, die das Werk von Rudolf Lichtsteiner betreut, ist die erste umfassende Retrospektive; sie macht deutlich, wie konsequent dieser konzeptuell arbeitende Bildermacher seinen Weg verfolgte.

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Führungen

Mit Unterstützung von Bundesamt für Kultur,
Migros-Kulturprozent, F. Aeschbach AG, Volkart Stiftung und Dr. Werner Greminger-Stiftung.