Albert Steiner, „St. Moritz-Bad Nr. 1“, 1930er Jahre.

Balthasar Burkhard, Das Bett (Fotoleinwand mit Markus Raetz), 1969/1970.
© Estate Balthasar Burkhard

Balthasar Burkhard

10. Februar bis 21. Mai 2018

In einer grossen Retrospektive würdigen das Fotomuseum und die Fotostiftung den Schweizer Künstler Balthasar Burkhard (1944–2010). Burkhards Schaffenszeit umspannt ein halbes Jahrhundert: Von seinen fotografischen Anfängen in der Ausbildung bei Kurt Blum über seine Rolle als Chronist der Gegenwartskunst bis zu seinem internationalen Durchbruch als Fotokünstler. Burkhard war einer der ersten, der die Fotografie als monumentales «Tableau» in die zeitgenössische Kunst überführte. Er interpretierte den Körper als Skulptur und nutzte die Leinwand, um die Fotografie von ihrer Abbildfunktion zu befreien. An über 150 Werken und Werkgruppen spürt die Ausstellung der künstlerischen Selbsterfindung eines Fotografen nach, an der sich gleichsam die Ausformung des Mediums Fotografie als Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ablesen lässt. Die in zwei Teile gegliederte Schau findet parallel in den Räumen des Fotomuseum und der Fotostiftung statt.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei Steidl. Realisiert in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang in Essen und dem Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano. 

Begleitprogramm 

7. März 2018, 18.30 Uhr: Die Grafikerin Trix Wetter und der Architekt Ralph Gentner über Burkhard als Chronist der Berner Kunstszene

15. April 2018, 11.30 Uhr: Der Filmemacher Bernhard Giger über Burkhard und die Berner Fotoszene

6. Mai 2018, 11.30 Uhr: Der Verleger Lars Müller über seine Buchprojekte mit Burkhard

Mit grosszügiger Unterstützung der Vontobel-Stiftung.