Rob Gnant, Babykurs für Väter, 1951.

Sammlung Martin Lehner

Martin Lehner (1948–1997) eröffnet nach einer Lehre zum Schaufensterdekorateur und einer Grafikerausbildung sein eigenes Fotoatelier in Küttigen. 1988 gründet er zusammen mit vier Freunden die Galerie BILD in Baden, welche sowohl bekannten als auch jungen, regionalen FotografInnen eine Plattform bieten soll. Lehner möchte mit der Galerie der «stiefmütterlichen Förderung im Kunst- und Ausstellungsbereich» entgegenwirken. Finanziert wurde die Fotogalerie hauptsächlich durch Mitgliederbeiträge eines Trägervereins, unter dessen Mitgliedern auch die ausstellenden Künstler waren. Aufgrund fehlender Resonanz in Baden zieht die Galerie BILD 1992 nach Aarau, die Anzahl der Ausstellungen pro Jahr wird erhöht, Kurse zu fototechnischen und kunsthistorischen Inhalten werden angeboten. Trotz des grossen Erfolgs der Eröffnungsausstellung bleibt auch hier die Resonanz aus, und Lehner zieht 1996 mit dem Galeriekonzept von Aarau (Buchshop, Labor und Workshopraum) nach Zürich an die Feldeggstrasse. Im neuen Photo Forum Feldegg amtet er als Geschäftsführer und Kurator und wird von einem zwölfköpfigen Kollegium unterstützt. 1995 wird René Mächler zum Präsidenten des Vereins Fotoforum Feldegg gewählt. Nach Martin Lehners unerwartet frühem Tod wird die Galerie aufgelöst, und der Verein übergibt die während fast zehn Jahren Galerietätigkeit entstandene Sammlung der Fotostiftung Schweiz. Die Sammlung Martin Lehner umfasst 737 Werke von 136 KünstlerInnen aus der ganzen Welt. Es handelt sich dabei sowohl um Schenkungen als auch um Ankäufe von Werken der 1950er bis 1990er-Jahre.

Zur Sammlung online

Sammlung in der Fotostiftung Schweiz

Umfang 737 fotografische Werke und Objekte von 136 KünstlerInnen, Dokumentationsmaterial 
Themen Konzeptionelle Fotografie, Konkrete Fotografie u.a. von 
Zeitraum 1950er bis 1990er Jahre 
Copyright bei den Autoren oder bei der Fotostiftung Schweiz