Hans Staub, Murmelspiel, um 1933.

Bisson Frères

Die Brüder Louis-Auguste (1814-1876) und Auguste-Rosalie (1826-1900) Bisson betrieben 1852-1863 ein international renommiertes Fotoatelier in Paris, spezialisiert auf Architektur- und Reproduktionsfotografie in aussergewöhnlich grossen Formaten. Die Brüder waren auch Pioniere der Expeditionsfotografie. Ihre 1861 entstandenen Aufnahmen vom Gipfel des Montblanc, ein Auftrag Napoleons III. und die ersten Gipfelfotos überhaupt, markieren den Beginn der Hochgebirgsfotografie. Von Louis-Auguste Bisson stammt das 1842 entstandene Fotoporträt des Schriftstellers Honoré de Balzac. Das 1849 gemachte Porträt von Frédéric Chopin gilt als das einzige erhalten gebliebene Foto des Komponisten. Nach dem Verkauf ihres Geschäfts 1864 gingen die beiden Brüder als Fotografen getrennte Wege.

EINZELPUBLIKATIONEN
«Die Brüder Bisson: Aufstieg und Fall eines Fotografenunternehmens im 19. Jahrhundert» (Kat.), Verlag der Kunst, Amsterdam 1999.

SAMMELPUBLIKATIONEN
«Im Licht der Dunkelkammer. Die Schweiz in Photographien des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Herzog», Christoph Merian Verlag, Basel 1994; «Der geduldige Planet», Verlag Du, Zürich 1996; Paul Hugger (Hg.), «Welten aus Fels und Eis. Alpine Fotografie in der Schweiz, Geschichte und Gegenwart», NZZ Libro, Zürich 2009.

EINZELAUSSTELLUNGEN
Museum Folkwang, Essen 1999 («Die Brüder Bisson: Aufstieg und Fall eines Fotografenunternehmens im 19. Jahrhundert»).

GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Musée de l'Elysée, Lausanne 1987 («Les premiers photographes des Alpes»), 1988 («La collection Robert Lebeck»); Landesmuseum, Zürich 1994 («Im Licht der Dunkelkammer. Die Schweiz in Photographien des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Herzog»); Zementfabrik, Holderbank 1995 («Der geduldige Planet», Wanderausstellung).

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