Anonym, Porträt von 3 Kindern, Ferrotypie, 1860er-1870er Jahre

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Jules BECK
Geboren:  20.6.1825
 Biel
Gestorben:  1904
 


Aufgewachsen in Bern, Vevey und Strassburg,wo er das Kurzwarengeschäft seines Onkels übernahm. Seine Leidenschaften waren das Bergsteigen und die eben aufkommende Fotografie, deren anspruchsvolle Techniken er sich autodidaktisch aneignete. Becks ersten Aufnahmen aus den Alpen entstanden 1866 in der Absicht, „die glanzvolle und einzig schöne Firnenwelt ins Flachland hinunter zu zaubern“. 1867 stand er mit einer schweren Ausrüstung auf dem höchsten Berg der Schweiz, der Dufourspitze, weitere hohe Gipfel folgten. Beck unternahm seine Touren in Gesellschaft von Bergführern und Trägern, die ihm auf seinen oft schwierigen und gefährlichen Touren behilflich waren (“Das Terrain ist abschüssig, so dass ich meine zwei Leute als Canapé benützen muss, um den Focus ganz genau zu nehmen. Ich exponiere 1/2 Stunde, was mein Träger etwas lange findet, um wie ein chinesisches Götzenbild unbeweglich sitzen zu bleiben.“). Becks Aufnahmen sind die einzigen erhaltenen Trockenplatten-Fotografien aus der Frühzeit der alpinen Fotografie. Der Nachlass umfasst rund 1200 Aufnahmen und liegt beim Schweizerischen Alpinen Museum in Bern.
Einzelausstellungen:
Schweizerisches Alpines Museum, Bern 2010/11 («’Photographische Seiltänzereien’. Jules Beck (1825-1904): Die Anfänge der Hochgebirgsfotografie in der Schweiz»).
Gruppenausstellungen:
Musée de l’Elysée, Lausanne 1987 («Les premiers photographes des Alpes»).
Bücher:
«Über Photographie in höheren Alpenregionen» (Artikel), Jahrbuch SAC, Bern 1867; «Eine Campagne im Hochgebirge» (Artikel), Neue Alpenpost, Band VIII, Zürich 1878.
Sammelbände:
Paul Hugger (Hg.), «Welten aus Fels und Eis. Alpine Fotografie in der Schweiz, Geschichte und Gegenwart», NZZLibro, Zürich 2009.