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| Xavier MERTZ |
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Entstammt einer Basler Fabrikantenfamilie. Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig und Bern. Schweizer Meister im Skifahren 1908, einer damals jungen Sportart. Erfahrener Bergsteiger und leidenschaftlicher Amateurfotograf. Mertz war Mitglied der australischen Antarktis-Expedition (1911-1913) unter der Leitung von Douglas Mawson, deren Hauptaufgabe die Erforschung und Kartierung eines unbekannten Küstenabschnitts war. Unter den Teilnehmern war auch Frank Hurley als offizieller Fotograf, heute in erster Linie wegen seiner Fotos der legendären Shackleton-Expedition in die Antarktis (1914-1916) bekannt. Mertz war für die Schlittenhunde zuständig und fotografierte eifrig. Während einer Forschungsfahrt stürzte einer der Schlittenhundführer zusammen mit einem Grossteil des Proviants in eine Gletscherspalte. Um zu überleben, töteten Mawson und Mertz die verbliebenen Schlittenhunde. Mertz erlitt eine Vitamin-A-Vergiftung und starb 180 Kilometer vom rettenden Camp entfernt. Ein Gletscher ist heute nach ihm benannt. Die Hinterlassenschaft, rund 100 Fotos, liegt beim Staatsarchiv Basel und bei der State Library of New South Wales in Sydney. Welche Fotos darin von Mertz stammen, und welche von Frank Hurley, lässt sich nicht in jedem Fall feststellen. |
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Bücher:
Über Xavier Mertz: Auszüge aus dem Reisetagebuch, angereichert durch Fotos, erschienen in acht Heften im Beobachter 1969/70; M. Riggenbach, «Xavier Mertz - der erste Schweizer in der Antarktis», Lizentiatsarbeit, Basel, 2003; Fotogeschichte, Heft 90, 2003.
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Sammelbände:
Douglas Mawson, «The Home of the Blizzard», Heinemann, London 1915.
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