Vertiefung für Lehrerinnen und Lehrer:
Jean-Luc Cramatte – Inventar
Donnerstag, 8. März 2012, 17.30 Uhr
mit Jaqueline Dworschak
Workshop zur Ausstellung
Jean-Luc Cramatte – Inventar
Welten die verschwinden
Jean-Luc Cramatte, aus der Serie 'Paysages de fermes'©Jean-Luc Cramatte
Unsere Umgebung verändert sich ständig: Das Auto des Nachbarn, das neue Sofa im Wohnzimmer, die Frisur des besten Freundes, das Einkaufszentrum im Quartier. Schnell ist vergessen, wie es vorher einmal war.
Jean-Luc Cramattes Fotografien setzen hier an. Sie sind Bestandesaufnahmen verschiedener Welten, die am Verschwinden sind: Ein Wohnheim in Fribourg, Postämter in der Schweiz oder die Landwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung. Seine fotografischen Inventare erweisen sich zuweilen auch als parodistisch. So porträtiert er z.B. gewöhnliche Besucher eines Einkaufszentrums in Trachten. Hat sich dadurch die Bedeutung der Tracht verändert?
Aus bestehendem Bildmaterial werden Collagen hergestellt. Dabei soll die Aussage so verändert werden, dass das ursprüngliche Bild erkennbar bleibt.
Standardworkshop
Fotogramm – Zeichnen mit Licht
Fotogramm © Jaqueline DworschakWie das Abbild unserer Welt festgehalten werden kann, hat viele Forscher und Erfinder Jahrhunderte lang beschäftigt, bis im 19. Jahrhundert die Lösung gefunden wurde. Das war eine aufregende Entdeckung. Ein Abglanz davon lässt sich im Fotolabor erfahren, wenn mit Licht, einem Motiv oder Gegenstand und Chemikalien plötzlich ein Bild entsteht. Dieser Moment ist immer wieder faszinierend.
Bis heute gibt es Fotografen und Künstler, die mit dieser Technik experimentieren. Im Workshop liegt der Schwerpunkt auf dem Gestalten und Entwickeln von Fotogrammen. Diese Laborarbeit, welche die SchülerInnen selbst durchführen, kann mit einem kurzen Besuch in einer aktuellen Ausstellung im Fotozentrum ergänzt werden. Dabei soll deutlich werden, welches Wissen und Können die analoge Fotografie erfordert.

